Zwei Fortbewegungsarten gibt es in New York, Taxi oder U-Bahn. Zu Fuß
geht der New Yorker kaum. So bleibt für den Touristen mit viel Gepäck
erstmal das Taxi. Todmüde vom Flug, Koffer und Taschen. Und man kennt
sich nicht aus. Der erste Schritt aus dem Flughafen führt direkt zum
nächsten Taxi. Aber es sollte eines der über 13.000 Fahrzeuge mit
Taxilizenz sein, will man keine Überraschungen erleben.
Mit Flatrate in die City
Vom
Kennedy Airport (JFK) gibt es einen Spezialpreis, für pauschal 45
Dollar in die Stadt. Ein faires Angebot, denn es können bis vier
Personen zu dem Preis fahren. Aber man darf nie vergessen, dass
Mautgebühren für Tunnels oder Brücken addiert und ein Trinkgeld (Tip)
von 15% erwartet werden. Bei Anbietern ohne Lizenz kann die erste Fahrt
vom Flughafen schnell das Doppelte kosten, Versicherung fraglich und
Reklamationen unmöglich. Daher immer darauf achten, dass eine Lizenz
vorliegt und der Fahrer einen Taxischein hat. Der muss hinter dem
Fahrersitz gut sichtbar angebracht sein.
Rechte für Taxinutzer in NYC
- Ziel und Route, sie bestimmen wie und wohin es geht
- Der
Fahrer ist verpflichtet, alle fünf Stadtbezirke anzufahren, auch wenn
er gleich Feierabend hätte, sie aber nach Staten Island möchten.
- Ihr
Fahrer sollte höflich sein, hilfsbereit und Englisch sprechen. Wobei
man meist mit dem alten Schulenglisch weit besser ist als der Fahrer
selbst. Aber man gibt sich Mühe.
- Ortskenntnis ist Pflicht für
Fahrer, was manchen nicht hindert, einen Umweg zu fahren, wenn er merkt,
dass seine Gäste keinen Schimmer haben, wo es lang geht.
- Einhaltung der Verkehrsregeln kann der Fahrgast ebenfalls erwarten.
- Wenn
der Gast es wünscht, wird die Klimaanlage eingeschaltet, wen das Radio
stört, der sagt es. Der Fahrer macht es auf Wunsch aus. Rauchfreie Luft
und frei von üblen Gerüchen darf man erwarten.
- Saubere Sitze gehören zum Standard, auch ein sauberer Kofferraum ist Pflicht.
- Anders
als in so manchem Film, sollte der Taxifahrer nur dann hupen, wenn
unbedingt nötig. Die Passagiere sollen dadurch nicht belästigt werden.
- Wurde
nur ein Punkt nicht eingehalten, so kann der Fahrgast dem Fahrer das
Trinkgeld verweigern und sich auch unter Angabe der Taxinummer und des
Namens bei der Zentrale beschweren.
Taxis finden und anhalten
Am
Flughafen war es einfach, sucht man ein Taxi in der Stadt, stellt man
sich an die Straße und hebt den Arm. Ist das kommende Taxi frei, hält
es. Von weitem sieht man an der Dachbeleuchtung, ob ein Taxi frei ist
oder besetzt. Leuchtet die Nummer auf, dann ist der Wagen frei. New
Yorks System an Einbahnstraßen setzt etwas Mitdenken voraus. Natürlich
stellt man sich an die richtige Seite, sonst wird eine Umrundung des
Blocks zu eigenen Kosten fällig. Vorbestellungen per Telefon wie bei uns
häufig, sind unüblich. An Hotels hilft gerne der Doorman beim
Herbeirufen eines Taxis. Gegen Trinkgeld natürlich. An sehr großen
Häusern warten allerdings auch nicht selten gleich mehrere Wagen auf
Fahrgäste, wie bei unseren Bahnhöfen.
Der Fahrpreis
Von
der Flatrate abgesehen, wird ganz einfach abgerechnet, nach Entfernung,
Zeit und Grundpreis. An der Seite des Wagens muss die Rate ausgewiesen
sein. Der Fahrpreis ist vorgegeben von der
Taxi and Limousine Commission New York. Der Preis ist garantiert bei Taxis mit gültiger Lizenz.
Der
Grundpreis beträgt 2,50 Dollar für die erste drittel Meile, danach
kommen 50 Cent/Unit. Das ist eine fünftel Meile, oder 60 Sekunden, wenn
das Fahrzeug im Stau stehen sollte oder sehr langsam vorwärts kommt. Da
der Preis recht günstig ist, sieht man gleich auch, wo das Risiko
steckt. Im unkalkulierbaren Verkehr im Big Apple. Die Wartezeiten laufen
unerbittlich mit. Nie vergessen darf man, wenn es aus Manhattan
herausgehen soll, die Gebühren für Straßen und Tunnels. Und den Tip, die
15% Trinkgeld für den Fahrer. Offiziell geht auch Zahlung mit
Kreditkarte, aber ist nicht gerne gesehen. Hier zählt Bares.
Die Taxis sind ein fester Bestandteil des Lebens in NYC
Es
ist bequem, und man sieht etwas, eine Stadtrundfahrt ist im Preis quasi
enthalten. Aber das sollte man nicht überbewerten, die
Froschperspektive zwischen den Hochhäusern während das Taxameter im Stau
weitertickt, ist auch nicht so toll. Yellow Cabs sind besonders beliebt
zu besonderen Zeiten, zum Beispiel wenn die meisten der Broadwayshows
beginnen oder enden, ist es schwerer noch eines zu bekommen. Sonst
werden Taxis oft und gerne benutzt, gerade für nicht so weite
Entfernungen. Ihr recht günstiger Preis macht die Taxis beliebt, und
wenn der Wagen die Lizenz hat, dann ist man sehr sicher unterwegs. Auch
nachts ohne Probleme, lediglich ein kleiner Nachtzuschlag von 1 Dollar
wird erhoben.
Einmal Yellow Cab, einmal Empire State Building
Es
gibt einfach Dinge in New York, die muss man gesehen haben. Wie ein
Besuch auf dem Empire State Building gehört auch Taxifahren dazu. Man
sitzt mitten im Leben und fühlt sich wie ein echter New Yorker.
Allerdings summiert sich Taxifahren auch sehr schnell bei einem Urlaub
in Manhattan. Je nach eigenem Programm fallen gleich mehrere Fahrten am
Tag an, so wird der jeweils recht niedrige Preis doch schnell eine
größere Summe. Dann sollte man sich doch überlegen, mit der Subway zu
fahren, Zeittickets sind unschlagbar preiswert. Nur zu Fuß ist billiger.
Um die Stadt mit all ihren Menschen näher kennen zu lernen, empfiehlt
sich eine gesunde Mischung aus allen drei Arten.
Tagsüber kurze Strecken zu Fuß, längere mit der Subway.
Nachts und in abgelegenen Vierteln fühlt man sich im Taxi besser
aufgehoben. Ist man alleine unterwegs, so ist 2,25 Dollar für die
Einzelfahrt mit der
U-Bahn kaum zu schlagen. Bei mehreren Personen lohnt
oft das Taxi. Einfach die Hand heben und warten, einer der über 13.000
Wagen wird sicher halten. Vorsicht bei Fahrten in das nahe Jersey,
Taxis von Manhattan sind teuer, die Rückfahrt wird mitgerechnet, sie
dürfen mit ihrer Lizenz von Jersey aus keine Passagiere befördern. So
wird der Ausflug an das andere Ufer schnell teurer als gedacht.
Hotline der Taxi Commission bei Problemen: 311 oder 212(NEW-YORK) oder 212 639-9675